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25 Jahre nach seiner Erfindung beherrscht das Betriebssystem Linux die Welt – genau so, wie es der Erfinder Linus Torvalds mal im Scherz angemerkt hat. Ach tatsächlich, werden Sie sagen; vermutlich sitzen Sie, wie wir hier in der Firma und Millionen andere Büroarbeiter auch, vor einem Windows-Rechner. Dabei ist unsere Welt, wie IT-Spezialisten wissen, mit Linux-Geräten vollgestellt, von Servern bis zu Consumer-Geräten wie Smartphones, Router oder Action Cams.

Nur auf den Schreibtischen macht sich Linux rar. Im Juni 2016 hat es nach den Analysen von Net Applications als Desktop-Betriebssystem die Zwei-Prozent-Marke geknackt und lag Ende 2016 weltweit bei etwa 2,2 Prozent, wobei bei der Erfassung private und Firmenrechner in einen Topf geworfen werden. In Deutschland weist Statista einen Marktanteil von gut 3,4 Prozent für November 2016 aus, ebenfalls ohne Untergliederung in private und professionelle Nutzung.

Trotz des überschaubaren Marktanteils lässt sich unterm Strich sagen: Es geht aufwärts. Schließlich bietet das Betriebssystem einiges an Vorteilen. Es läuft stabil und schnell und hat geringe Hardware-Anforderungen, sodass auch ältere Rechner im Unternehmen im Einsatz bleiben können. Das Design macht es Hackern schwer und schützt vor Schadcode; zudem lohnt sich die Entwicklung von Linux-Malware wegen der geringen Verbreitung nicht so recht. Bis heute ist die höhere Sicherheit einer der wichtigsten Beweggründe für den Einsatz von Linux.

Zudem ist eines der wichtigsten Argumente gegen Linux, die geringe Auswahl an Programmen, inzwischen vom Tisch: Aktuelle Linux-Distributionen bringen die Anwendungen mit, die man im Büro braucht, wie E-Mail-Programm, Browser und Office-Paket, und anderes findet sich im Internet. Außerdem schwindet die Bedeutung des Betriebssystems, denn immer mehr Anwendungen kommen über den Browser – denken Sie nur an all die Social-Media-Anwendungen und Cloud-Dienste.

Genau diese Entwicklungen, die Linux bürotauglich machen, stellen zugleich eine Bedrohung für die Datensicherheit dar. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter Fehler bei Datentransfers machen, durch die versehentlich Dateien mit wichtigen oder personenbezogenen Informationen außer Haus gelangen oder an den falschen Adressaten versendet werden, ist unabhängig vom Betriebssystem und so hoch wie überall sonst auch. Ebenso hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Kommunikations- und Kollaborations-Dienste ohne Rücksprache mit der IT-Abteilung benutzen. Und nicht zuletzt sind die Risiken für die Daten durch USB-Geräte immer gleich.

Linux-Desktops im Unternehmen müssen deshalb im gleichen Umfang wie PCs oder Macs vor Datenverlust durch die eigenen Mitarbeiter geschützt werden. An erster Stelle steht dabei, die Benutzung von UBS-Geräten zu regeln und technisch umzusetzen und Daten beim Transfer standardmäßig zu verschlüsseln. Zusätzlich sollten Dateiinhalte geprüft werden, um Datenabwanderung über browser-basierte Anwendungen zu verhindern, die die Mitarbeiter mit zunehmender Selbstverständlichkeit benutzen.

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